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Fahrt durch den wilden Osten

   

Tagebuch über eine außerordentliche Reise nach Mecklenburg-Vorpommern
 
 

Sonntag, 10.09.00 6.00, Kindergarten Alsmoos
8 Mann gut gelaunt, ausgeschlafen und voller Tatendrang treffen sich um eine Reise zu tun, nach Mecklenburg-Vorpommern.
 

6.05 erster Zwischenfall, 
Rainer E., unser Reiseführer, prallt mit seinem Eisenschädel gegen Schuub`s Kofferraumdeckel. Mit einer Delle an der Heckklappe und Eichhorns Brummschädel wird die Fahrt angetreten.
 

7.30 Autobahn Richtung Thüringen,
in Schuub`s Adern macht sich Nikotinmangel breit. Bevor die Situation eskaliert, fährt man rechts ran um den Nikotinhaushalt zu stabilisieren.
 

9.00 Rasthof Pegnitz (Frühstückspause),
fast den Freistaat Bayern verlassen passt man sich mit Brötchen, Gebäck und Kaffee der Umgebung langsam an, nur einer, Hans Six. lässt das Vaterland nicht los. Zitat: boarisch muas sei, i is an Lebakas.
 

12.30 Ankunft in Halle,
Stadtführung unter Regie vom Reiseführer, gespannt und interessiert verfolgt der Mob Rainers Anregungen. Anschließend besucht man Rainers früheren aus Ossi-Zeiten bekannten Saufkumpanen in seiner Kegelbahn und diniert zu Mittag.
 

18.00 Ankunft in Alt Schloen und Einteilung der Zimmer.
Wie das Schicksal so spielt gibt es 6 Einzelzimmer und ein Doppelzimmer, und der Weg ist frei für eine harmonische Männerfreundschaft zwischen Baron Hörmann und Gustl Straller.
 

Montag, 11.09.00 Alt Schloen Frühstücksraum

Familie Hörmann-Straller erscheint zu spät, aber glücklich und ausgeglichen, zum Frühstück.
 

10.00 Startschuss zur ersten schweren Radetappe nach Waren.
Während der Fahrt glänzt Tiefstapler Hans Blank durch außerordentliche Führungsarbeit.
 

11.00 Kulturschock!
Besichtigung der Feldsteinkirche Groß Giewitz. Erste Reparaturmaßnahmen mit Rohrzange und Gabelschlüssel am Equipment sind aufgrund der hohen Materialanforderungen nötig. Zur Verbesserung der Aerodynamik entfernt Rainer mit brachialer Gewalt seinen Ständer (vom Fahrrad).
 

12.00 Ankunft in Waren
und sofortige Nierenspülung mit Lübzer Pils.
 

15.00 
Nach ausgiebiger Erkundung der Stadt wird die Rückreise nach Alt Schloen angetreten.
 

16.30
Mit 50 km und einigen Bergprüfungen in den Beinen fährt das Hauptfeld in Alt Schloen durchs Ziel. Total erschöpft geht Kommissar Schuub mit minimalem Zeitrückstand durchs Ziel. Da der Flüssigkeitspegel der Rennfahrer derart am Boden ist, beschließt man einstimmig sofort den Biergarten der Pension aufzusuchen. Bei einer gemütlichen Schafkopfrunde regeneriert sich das Team Alsmoos-Petersdorf schnell. Jäh unterbrochen wird das gesellige Treiben durch einen Angriff einer vermutlich hochgiftigen Schlange auf Schuub´s Unterschenkel. Während der heutige Pechvogel Schuub den Schlangenbiss ohne gesundheitliche Schäden überwindet, verendet die Schlage qualvoll.
 

19.30 gemeinsames Abendessen
unter ständiger Erhöhung des Bierkonsums und andauernder Giftgasanschläge von Hans Six gegenüber Peter Kopp. Brui leistet schwere Baggerarbeiten vor und hinter der Theke.
 

 

Dienstag, 12.09.00 Alt Schloen Frühstücksraum
Aufgrund der strengen Bewachung der Zimmertüre von Brui´s Schlafgemach durch den Hund der sehr attraktiven Wirtstochter, ist es ihm nicht möglich zum Frühstück zu erscheinen. Währenddessen zermartern sich die Teamgefährten den Kopf, warum wohl der Hund die ganze Nacht vor Brui´s Zimmertüre verbrachte.
 

9.30 Aufbruch nach Neubrandenburg
Der Redaktion sind Einzelheiten über den Aufenthalt in Neubrandenburg logischerweise nicht bekannt.
 

20.00 Abendessen in Alt Schloen,
Rainer schluckt Abführmittel um der fortschreitenden Verstopfung, die medizinisch unerklärlich ist, Abhilfe zu leisten.
 

24.00 Theke,
der Alkoholkonsum zeigt seine Wirkung, man sieht einen qualmenden Peter Kopp, Hans Six behauptet er sei so nebenbei Bergführer, Bibelforscher, Chronist und Extremsportler, Schuub erläutert die Kunst des Ablöschens von brennendem Fischergeist und vieles mehr.
 

Mittwoch, 13.09.00 Alt Schloen Frühstücksraum, 
endlich mal ein gemeinsames Frühstück. Rainer ist besonders gut drauf, denn das Einnehmen des Abführmittels war von Erfolg gekrönt. Einige benötigen mehr Flüssigkeit als gewöhnlich zum Frühstück (siehe Vorabend).
 

9.00
Aufbruch nach Waren mit Naturparkbesichtigung. Wetterprophet Schuub prophezeit schlechtes Wetter und begleitet den Tross motorisiert.
 

9.30 erste Wasserpause, 
aufgrund völliger Ausdörrung (Brand) lässt von und zu Baron Hörmann seinen Rucksack in der Prärie zurück. Samariter Kopp erbarmt sich und schleppt den adligen Rucksack mit sich.
 

10.30 erneute Wasserpause in Waren, 
bei hervorragendem Wetter (entgegen Schuub´s Wettervorhersage).
 

11.00 
Start der Flora- und Faunaexpedition im Müritzer Nationalpark.

 


 

13.00 
Einer schon sehr betagten Berlinerin fällt der Rucksack in einen Wassergraben. Ungewöhnlich charmant und mit Pfadfindergeist rettet Hans Six unter tobendem Beifall das Utensil.
 

21.00 Alt Schloen, 
nach einem hochwissenschaftlichen Diavortrag eines Ornithologen (ein Mann der von vögeln was versteht) wird endlich der knurrende Magen gefüllt.
 

23.30
Das Team muss dem Anstrengenden Tribut zollen und geht frühzeitig zu Bett.
 

Donnerstag, 14.09.00 Alt Schloen Frühstücksraum, 
wieder mal nur 7 Mann am Frühstückstisch und wieder mal muss Wirtstochter Mutter das Frühstück allein servieren. 
 

9.30 Aufbruch 

bei strömenden Regen nach Rostock. Unter sintflutartigen Bedingungen erkundet man Rostock und Warnemünde. Um der einseitigen klimatisch bedingten Belastung der einseitig durchlässigen Haut entgegenzuwirken, trinkt man fortwährend Pils, um den Der osmotische Druck des Blutes wird durch Na+, K+, Cl-, Proteine etc. verursacht, und beträgt gegenüber Wasser 7,3 bar. Eigentlich ist eine isotonische Lösung von Nöten um den osmotischen Druck im Körper zu stabilisieren, aber bei seltenen bayerischen Individuen, mit denen man es hier zweifellos zu tun hat, eignet sich auch C3H5OH (Alkohol) bestens.   im Körper zu stabilisieren.

 


 

19.00 Rückkehr nach Alt Schloen
Wie alltäglich hervorragendes Abendessen in Alt Schloen, nur mit einer Änderung. Um ein wenig bayerische Kultur nach Mecklenburg-Vorpommern zu bringen beschließt die Equipe heute mal Goaßn (übersetzt Ziegen) zu trinken. Der bayerischen Kultur zu gut gesinnt und zu später Stunde lallt man doch sehr, tanzt Lambada und fotografiert, sich auf den Beinen nicht mehr haltend, am Boden sitzend.
 

Freitag, 15.09.00
Aufgrund der schweren Beine beschließt man eine motorisierte Tour nach Malchow und Röbel zu unternehmen. Nachmittags besucht man noch Petersdorf (Kreis Müritz) welches aber zum heimatlichen Petersdorf kein Vergleich ist. Originalton: Do gibt's ja eid amoi a Würtschaft oda a Sportheim. Es wird am Ortsschild noch ein Gruppenfoto geschossen bevor die Rückreise, zur vorerst letzten Abendsause, nach Alt Schloen angetreten wird.

 


Beim Abendessen pocht Schuub auf geringen Alkoholgenuss und zeitiges schlafen gehen, um die Heimreise am nächsten Morgen zeitig antreten zu können. Sichtlich angeschlagen steht Schuub gegen 0.30 immer noch an der Theke.
 

Samstag, 16.09.00 Alt Schloen Frühstücksraum,
 

7.30 

Schuub erscheint für alle unerklärlich nicht zum Frühstück.
 

8.30 

Als endlich alle gefrühstückt haben, verabschiedet man sich schweren Herzens aus Alt Schloen und bricht zur Heimreise auf.
 

16.30 Gemeinde Petersdorf
Endlich wieder in der Heimat, peilt man sofort das Sportheim an, um mit bayerischem Bier den Tag ausklingen zu lassen.


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