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SIX -DAYS - SPECIAL

 

         Wissenswertes über das Münchener Sechs-Tage-Rennen 
  
München (dpa) Mit einem furiosen Finale sicherten sich die Schweizer Bruno Risi und Kurt Betschart mit 396 Punkten vor Kappes/Baffi den Gesamtsieg bei den Münchener Six-Days 1998. 

Höhepunkte abseits des Ovals 
Aber nicht nur sportlich war das traditionelle Rennen wieder ein Leckerbissen in den vergangenen sechs Nächten. Auch abseits des Ovals gab es wieder über einiges Wissenswertes zu berichten. Pausenlos umlagert war zum Beispiel eine Einrichtung, die sich Speed-Shot nannte. Ein Radar gerät ermittelte hierbei die Geschwindigkeit eines Schusses. Mit einem denkwürdigen Ergebnis ließ der relativ unbekannte Franz Bachmeier aus Gebersdorf aufhorchen: Über 105 km/h schnell drosch er das Leder in die Zielzone, die er merkwürdigerweise anfangs gar nicht traf. Mit einem fast schon arroganten Aufwärmverhalten nahm er dabei seinen Mitkonkurrenten schon früh den Wind aus den Segeln, und auch seine Art, barfüßig zu schießen, ließ den ein oder anderen Rivalen zurückweichen. 

TVM mit interessanten Interviewpartnern 
Der lokale Privatsender TV München wartete in Innenraum der Halle mit einigen interessanten Gesprächspartnern auf. Am späten Abend richtete sich die Aufmerksamkeit im TVM-Studio auf ein Interview zwischen Martin Sturm und Wolfgang Mayr, auch Waal genannt. Leider können wir dieses Expertengespräch hier nicht wiedergeben, weil skandalöserweise der unfähige Kameramann vergaß, die Szenen mitzuschneiden. 
Vor lauter Ärger verscheuchte dieser sogar noch die überraschten Fußballgrößen. 

Kulinarisches an der Vergnügungsmeile 
Ein Anziehungspunkt des Sechs-Tage-Rennens ist sicherlich auch die vielfältige Art und Weise, sich "unsportlich" zu amüsieren. Zahlreiche Lokalitäten bieten in den Gängen von Sushi bis hin zum gegrillten Ochsen ein kulinarisches Angebot, wobei natürlich auch die vielfältigsten Getränkesorten angeboten werden. Ein unschönes Bild zu Anfang des Radl-Spektakels allerdings, als sich mehrere Liter spanischer Sangria quer über den Weg ergoss und beinahe Halle überflutet hätte. Böse Zungen behaupteten, eine Person in Begleitung mehrerer Zecher hätte mit Hilfe von Hypnose die Karaffe beschädigt, der Mann konnte aber von Ordnern nicht mehr gefasst werden, obwohl der Täter, selbst mit Sangria durch und durch besudelt, lange Zeit eine auffällige Tropfspur nach sich zog. 

S P L I T T E R 
Mehrer Einsätze mussten die zahlreichen Sanitäter absolvieren, teilweise mussten die Kranken vor Ort behandelt werden. (Angeblich soll ein Versorgter als Karaffentäter erkannt worden sein. 

Rekordumsätze verbuchten die Wirte des Sechs-Tage-Rennens. Ein Wirt: "Da müssen manche Hunderte von Mark gebraucht haben!" 

Zwei Vorfälle außerhalb der Veranstaltung: 
Jeweils ein weißer VW- Kombi fiel Verkehrsteilnehmern auf, als das Fahrzeug zuerst am Freitag gegen 18.30 Uhr vor den Olympiagelände auf der äußersten linken Spur fahrend plötzlich vier Fahrbahnen querte und somit fast ein Verkehrschaos verursacht hätte. Passanten sprachen von sieben offenbar unkundigen Personen, die vehement auf die Fahrerin einredeten. Der Bus wurde frühmorgens noch einmal gesehen, als die anscheinend identische, gleichwohl betrunkene Besatzung des Kfz versuchte, sich in eine längst geschlossene Allguth-Tankstelle, bekannt durch spottbilligen Augustiner Edelstoff , Zutritt zu verschaffen. Ihr Ziel, bei einer noch geöffneten Spritstation doch noch an den begehrten Gerstensaft heranzukommen, wurde wenig später verwirklicht. Ergebnis: Ein(e) total verstörter Tankwart(in) und geplünderte Biervorräte.